© 2019 by BG

Formation

Wie aus vier Formationstagen

null Tage wurden!

Seit nunmehr geschlagenen 16 Monaten diskutiert die Briefträgergewerkschaft mit der Direktion über die Problematik der aktuellen Formation bzw. vergangener verweigerter Formation für die Briefträger. Uns wurde mitgeteilt, dass diese Verhandlungen und Diskussionen mit der Personalabteilung unter der Leitung der damaligen Direktorin vom Service RH, Frau Daniela Binda, geführt werden sollten.

Wie bekannt waren die Briefträger in den vergangenen 20 Jahren ständig benachteiligt, wenn es um die Formationen ging. Desöfteren bekamen wir entweder keine Zusagen, um überhaupt zu den Formationen zugelassen zu werden, und was viel fragwürdiger ist, war die Tatsache, dass viele Briefträger, die schon die Zusage zu einer Formation bekamen, im Endeffekt wegen der ständig dünnen Personaldecke nicht zu dieser Formation gehen durften. Aufgrund der im Oktober 2015 in Kraft getretenen Gehälterreform war die Situation dann die folgende, dass viele Briefträger aufgrund dieser Reform davon profitieren konnten, um jetzt schneller in höhere Grade aufzusteigen. Einzelnen Briefträger wurde diese Promotion aber verweigert, da sie im Endeffekt die nötigen Formationstage nicht besaßen.

Die Briefträgergewerkschaft wies die Direktion darauf hin, dass dies ungerecht wäre aufgrund der Tatsache, dass nun viele Briefträger diese Promotion nicht zugesagt bekamen und dies wegen der über Jahre andauernden Personalproblematik bei den Briefträgern.  Im Vergleich zu anderen Laufbahnen ist unsere Laufbahn in diesem Fall klar benachteiligt. Dies wurde dann von den Verantwortlichen kontrolliert, mit dem Resultat dass die Direktorin vom Service RH uns die Zusage für eine Kompensation von 4 Tagen vorgeschlagen hatte. Dies eben aufgrund der Situation, wie die Briefträger sie in der Vergangenheit kannten. Es galt im Endeffekt nur noch die Frage einer möglichen Rückzahlung zu klären.

Diesen Vorschlag für die 4 Tage Kompensation für die fonctionnaires d’Etat und die employés d’Etat bekamen wir so in etwa im April/Mai des letzten Jahres. Ab dem Moment lag der Vorschlag also auf dem Tisch. Auch nach mehrfachen Nachfragen zwecks Umsetzung dieser angedeuteten Kompensation geschah nichts. Als dann auch noch Frau Binda das Postunternehmen im September verlassen hat, begann diese Diskussion dann von neuem. Die Postdirektorin von Post Courrier bzw. ein Vertreter des Service RH waren ab dem Moment unsere Ansprechpartner. Zu einem gewissen Zeitpunkt brachten wir auch die Briefträger im Statut des Salariats mit ins Gespräch. Wir machten dann auch noch weitere Vorschläge zwecks gerechter und sinngemäßer Umsetzung dieser angebotenen Kompensation. Ende Januar, nach mehrfachem Nachfragen, bekamen wir dann die Antwort dass wir keine Kompensationstage zugesprochen bekämen.

Ein Wort ist ein Wort, und wenn eine Direktorin des Service RH uns einen Vorschlag unterbreitet, dürfte dieser auch gelten und nicht einfach so, ohne den vorigen Gesprächen und Verhandlungen Rechnung zu tragen, nicht mehr gelten. 

Unsere Mitglieder sind nun die Leidtragenden, denn ihnen ist unter Umständen eine erhebliche Menge Geld verloren gegangen.

Positives gibt es jedoch auch zu berichten

Die Postdirektorin machte uns nun aber den Vorschlag dass sie uns bei den zukünftigen Formationen in punkto Kompensation entgegen kommt. Dies hat dann Auswirkungen auf die zukünftigen Formationen welche im folgenden Text erklärt werden.

Nachdem wir über Jahre hinweg die Problematik der Formation für Briefträger ansprachen, gibt es nun endlich konkrete Maßnahmen, welche uns vom Service RH rezent vorgestellt wurden.

Diese Neuregelungen der Formationen bei Post Courrier sollen ein für allemal dafür sorgen, dass kein Briefträger mehr in die Situation gerät, dass ihm die nötigen Formationstage (12 Tage bzw. 30 Tage) fehlen, um in den entsprechenden Grad aufzusteigen.

Was ist nun vorgesehen?

Es sollen neue Formationen angeboten werden. Es handelt sich hier um den Bereich Ergonomie, Eco-conduite.

Der Formationskursus „produit postaux“ soll erweitert werden und der Briefträger soll mehr Informationen über rein postalische Produkte bekommen. Ziel soll jedoch, sein dass der Briefträger früher oder später auch Informationen über andere Produkte als die von Post Courrier bzw. solche aus dem Réseau vente geben kann. 

Dies erfordert dann jedoch Zeit und bessere Formationsmöglichkeiten! Die obligatorische Formation „sécurité des données“ soll in den einzelnen Verteilerzentren stattfinden. Dies soll jedoch über einen längeren Zeitraum organisiert werden.

Wir einigten uns auch darauf, dass verschiedene Formationen, welche die Briefträger betreffen, öfters abgehalten werden, also defacto nun mehr Termine vorgesehen sind.

Dies setzt dann aber voraus, dass die nötigen Anträge seitens den Briefträgern gestellt werden, um dann an diesen Formationen teilzunehmen.

Es wird so sein, dass diese Formationen dann Samstags oder in der Woche nach dem Rundgang stattfinden sollen. Formationen in der Woche haben bei den Briefträgern einen zu große Auswirkungen auf die alltägliche Organisation der Rundgänge. Zu viele doppelte Rundgänge sind in dem Fall die Konsequenz! 

Nach wie vor kannst du dich jedoch auch in Zuknft in den Formationen  anmelden welche in dem Formationsbuch „Cour de perfectionnement et de formation continue „ ausgeschrieben werden

Diese neuen alternativen Formationen werden im Prinzip hauptsächlich für das Personal im Bereich von Post Courrier angeboten.

Zum Schluss dann noch die Information, dass die Organisation dieser Formationskurse schnellstmöglich umgesetzt werden soll, mit dem Ziel, dass die Briefträger, die zur Zeit in der Warteschlange stehen um die nötigen Formationstage zu bekommen, diese dann auch Mitte des Jahres inne haben. Profitieren von dieser Maßnahme werden dann vor allem die Briefträger welche an der Grenze der geforderten Formationstage liegen. Dies bedeutet dann aber auch, dass die Briefträger welche sich derzeit noch in den unteren Graden (Grad 5 und 6) bewegen, gebeten sind, sich dann auch in diese spezifischen Formationen anzumelden.

Dies um zu vermeiden, dass Sie nicht auch in die Situation geraten, dass Ihnen zum gegebenen Zeitpunkt Formationstage fehlen.

Somit dürfte dieses leidige Thema hoffentlich bald vom Tisch sein, wohlwissend, dass wir als Gewerkschaft wenig Verständnis dafür haben dass den Briefträgern die zugesagten 4 Tage nun nicht angerechnet werden. Dies wäre dann auch nur gerecht gewesen da keine andere Laufbahn diese Problematik der fehlenden Formationstage gekannt hat.

Zur Erinnerung. Gesetzestext über die Möglichkeit von 2 Promotionen innerhalb 1 Jahres

Art. 41.

(1) Les fonctionnaires qui en application de la loi modifiée du 22 juin 1963 fixant le régime des traitements des fonctionnaires de l’Etat et de la loi modifiée du 28 mars 1986 portant harmonisation des conditions et modalités d’avancement dans les différentes carrières des administrations et services de l’Etat avaient une perspective de carrière plus favorable pour l’accès aux différents grades de l’ancien cadre ouvert et de l’ancien cadre fermé peuvent bénéficier pendant une période transitoire de cinq ans, à partir de l’entrée en vigueur de la présente loi, au maximum de deux avancements en grade, avancements en traitement ou promotions, d’après les anciennes dispositions d’avancement, lorsque celles-ci s’avèrent plus favorables. Il en est de même pour les anciennes carrières planes ayant connu exclusivement des avancements fixes après un nombre déterminé d’années.Il en est de même des autres carrières non visées par la loi modifiée du 28 mars 1986 portant harmonisation des conditions et modalités d’avancement dans les différentes carrières des administrations et services de l’Etat.

(2) Les fonctionnaires qui d’après la présente loi remplissent les conditions d’ancienneté et de formation pour l’accès aux différents grades du niveau général ou du niveau supérieur peuvent bénéficier pendant une période transitoire de cinq ans de deux avancements en grade, avancements en traitement ou promotions, sous réserve qu’il se situe une période minimale d’une année entre deux avancements en grade, avancements en traitement ou promotions.

(3) Pour l’application du présent article, les anciennes dispositions de l’article 16 de la loi modifiée du 28 mars 1986 portant harmonisation des conditions et modalités d’avancement dans les différentes carrières des administrations et services de l’Etat restent en vigueur pendant une période transitoire de cinq ans. Pendant cette période, un règlement grand-ducal continue à fixer annuellement, d’après la loi précitée, le nombre des emplois des différentes fonctions du cadre fermé prévu pour les diverses carrières visées.

(4) Les fonctionnaires bénéficiant au moment de l’entrée en vigueur de la présente loi de l’un des congés prévus à l’article 30 de la loi modifiée du 16 avril 1979 fixant le statut général des fonctionnaires de l’Etat conservent la computation des périodes de service y prévue. La présente dérogation s’applique à tous les avancements en grade définis aux articles 12, 13, 14 et 15.