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Kalenner 2012

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Meinungsaustausch mit dem Wirtschaftsminister

Kürzlich traf sich eine Delegation der Bréifdréieschgewerkschaft unter Leitung von Präsident Eugène Kirsch mit dem auch für das P&T-Unternehmen zuständigen Wirtschaftsminister Etienne Schneider.

Dieser erste Meinungsaustausch mit dem Nachfolger von Jeannot Krecké diente dazu,  die Haltung der Briefträgergewerkschaft zur Problematik der Reorganisation der Postverteilung zu verdeutlichen, die sich derzeit, nach dem Debakel von 2011, in einer neuen Testphase befindet.

Die Briefträgergewerkschaft pochte bei der Unterredung auf die Einhaltung der im Dezember 2011 mit der Postdirektion geschlossenen Vereinbarung, mit der erneute Nachteile für P&T-Kundschaft, Briefträger und Postzusteller künftig vermieden werden sollen. Die Briefträgergewerkschaft unterbreitete dem Minister ihren Forderungskatalog und unterrichtete ihn über die problematischen Auswirkungen der Beamtendienstrechtsreform auf die Briefträgerlaufbahn und das im P&T-Unternehmen bereits bestehende Bewertungssystem.

(Anmerkung für unsere Mitglieder:

Bei der angesprochenen Vereinbarung, auf deren Einhaltung die Briefträgergewerkschaft pocht, handelt es sich um Erleichterungen für die älteren Kollegen über 53 Jahre, Kompensationen für die Abschaffung der Laufbahn „facteurs comptables“, klare Regeln bei der Berücksichtigung des Dienstalters bei Beförderungen, Urlaub und der Ausschreibung vakanter Posten, die Frage der Überstundenregelung, sowie die Verbesserung der internen Kommunikation.)

Einig mit dem Minister war man sich über die Notwendigkeit einer offensiven Betriebsstrategie, um den Herausforderungen der vollständigen Postliberalisierung ab 2013 zu begegnen. In diesem Zusammenhang gab es auch einen positiven Meinungsaustausch über den Wechsel an der Spitze des P&T-Unternehmens.

 

Timbersammelen zu Lëtzebuerg

Briefträgerkalender 2012 im Zeichen der Philatelie

Luxemburg – Im PostMusée wurde dieser Tage in Anwesenheit prominenter Gäste und von Vertretern der P&T-Generaldirektion, des Briefmarkenamts und des Dachverbands der Sociétés Philatéliques du Luxembourg (FSPL) der Briefträgerkalender 2012 vorgestellt.

Der Bréifdréieschkalenner 2012, der vom Grafiker Pit Weyer gestaltet wurde, illustriert auf eine ansprechende Weise das Hobby des Briefmarkensammelns und soll vor allem junge Menschen für diese kreative Freizeitbeschäftigung sensibilisieren helfen.

Vor 160 Jahren, im September 1852, gab Luxemburg seine ersten Marken heraus. Es waren dies eine schwarze und eine rote Marke mit dem Bildnis Wilhelms III. Im Volksmund werden die Marken heute „schwaarzen" und „roude Käppchen“ genannt. Diese beiden Marken hatten Kurswert bis zum 1. Januar 1906, also sage und schreibe 54 Jahre lang. Es wurden etwa 2.121.600 bzw. 716.800 Stück davon verkauft.

Wie es Eugène Kirsch, Präsident der Briefträgergewerkschaft, bei der Präsentation darlegte, bleibt die Briefmarke, mit der sich die Postzusteller von Berufs wegen verbunden fühlen, trotz des technologischen Wandels nach wie vor beliebt: auf Postkarten, Briefen und als Gedenkmarke.

Der Briefträgerkalender 2012, dessen erstes Exemplar während der offiziellen Präsentation an FSPL-Präsident Jos. Wolff überreicht wurde, soll auch als  Würdigung der Arbeit der Fédération des Sociétés Philatéliques verstanden werden.

Der Briefträgerkalender 2012 wird dieser Tage an 180.000 Haushalte im ganzen Land verteilt. Wie stets wurde das Kalendarium von der Aktioun Lëtzebuergesch zusammengestellt. Auf der Rückseite des Kalenders finden die Empfänger nützliche Informationen über die Posttarife und P&T-Dienstleistungen.

 

Im Einsatz für die Briefträger und den "Service public"

Die Briefträgergewerkschaft ist eine autonome Berufsorganisation innerhalb der CGFP. Als traditionsreiche und kämpferische Gewerkschaft, die stets voll im Einsatz für die Belange ihrer Mitglieder stand, ist die 1909 gegründete Briefträgergewerkschaft zu Recht stolz auf den langen Weg, den sie hinter sich gebracht hat.

Die Solidarität aller Postangestellten ist besonders wichtig in einem Augenblick, da in der EU-Kommission jene Politiker das Sagen haben, die auf eine Beschleunigung der Deregulierung im P&T-Sektor drängten und nun die vollständige Liberalisierung der Briefpost ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzen.

So wehrt sich die Briefträgergewerkschaft energisch gegen die Zerschlagung des „Service public“ und vertritt damit nicht nur die Interessen ihrer Mitglieder, sondern auch aller Bürger. Denn jeder Bürger hat ein Recht auf einen erschwinglichen und flächendeckenden Universaldienst.

In ihrer gewerkschaftlichen Aktivität hat die Briefträgergewerkschaft es in den zurückliegenden Jahrzehnten als relativ kleine Gewerkschaft stets verstanden, sich auf nationaler wie internationaler Ebene Gehör zu verschaffen.

Die Briefträgergewerkschaft zählt heute nicht mehr nur Briefträger in ihren Reihen, sondern ist dazu übergegangen, auch andere Berufssparten aus dem P&T-Sektor zu vertreten.

Der Anspruch der Briefträger, eine soziale Rolle zu erfüllen, ist zwar dank einer angepassten Ausbildung zum Teil erfüllt worden, jedoch wird die soziale Rolle heute immer mehr wegen des Wettbewerbsdrucks verdrängt.

Durch den Liberalisierungsdruck sind traditionelle Aufgaben und die Arbeitsqualität ebenso bedroht wie die Bürgerpost schlechthin.

Die Briefträger sind in einem Wirtschaftssektor tätig, der von großer Bedeutung für die weitere Entwicklung der Gesellschaft ist.

Die Post- und Telekom-Dienste spielen in der heutigen Kommunikations-, Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft eine vorrangige Rolle. Sie dürfen nicht durch eine ungehemmte Liberalisierungswut zerstört werden. Denn Liberalisierung bedeutet Arbeitsplatzabbau und führt zu einem Verlust der Identität des Briefträgerberufs.

Dass eine regelrechte Privatisierung der Postdienste in Luxemburg bisher vermieden werden konnte und die Liberalisierung nicht so sehr fortgeschritten ist, als in den Nachbarländern, ist auch das Verdienst der Briefträgergewerkschaft und ihrer Mitglieder.

 

 

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